Das Dorf liegt auf einer kleinen Halbinsel am südlichen Ufer der
gleichnamigen Lagune. Seine Entstehung ist ungewiß, aber die Entdeckung von
Häuser- und Einrichtungsresten, die aus der Bronzezeit stammen, lassen annehmen,
daß der Ort schon in prähistorischer Zeit bewohnt gewesen ist. Das Dorf, das
eine gewisse Bedeutung in lombardischer Zeit hatte, bot im Jahre 663 den vor den
Truppen des Kaisers Konstantin II. geflohenen Einwohnern von Lucera Aufnahme.
Bevor es unter byzantische Herrschaft fiel, ist es eine von Be-nevent abhängige
Grafschaß gewesen. Vom 11. bis zum 16. Jahrundert ist es Bischofssitz gewesen.
Es litt unter den Einfallen der Türken und ist oft von Erdbeben und
Überschwemmungen verwüstet worden. Sein See ist lange im Besitz der
Benediktinerabtei von Montecassino und der von den Tremiti - Inseln gewesen. Der
Lago di Lesina ist tatsächlich immer das Zentrum der wirtschaftlichen Aktivität
des Ortes gewesen und in der Vergangenheit war er eine nicht unerhebliche
Ressource für die Erträge von Fischfang und Jagd. Den See, den man eigentlich
Lagune nennen muß, hat eine an der Küste entlang ausgerichtete längliche Form.
Er ist 22 Kilometer lang und zwischen zwei und drei Kilometer breit. Nur an
wenigen Stellen erreicht er eine Tiefe von eineinhalb Metern. Er ist von sehr
flachen Ufern umschlossen; vom Meer ist er durch einen mit Vegetation bedeckten
Steinkordon begrenzt - Bosco Isola (Waldinsel) genannt - auf dem, die
Tourismussiedlung Marina di Lesina liegt.
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