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Panoramablick - Monte Sant' Angelo
Es liegt auf 796 m
auf einer Erhebung der Südseite des Gargano, von dem aus es die adriatische
Küste des Golfs von Manfredonia dominiert. Im 5. Jahrhundert um die
Wallfahrtsstätte San Michele Arcangelo herum entstanden, bewahrt das
historische Zentrum eine typisch mittelalterliche Struktur mit einer
Bebauung vor allem mit entlang den steilen und gewundenen Straßen
ausgerichteten Einfamilienhäusern. In der Vergangenheit war es lange von
Bizantinern, Langobarden, Sarazenen und Normannen umkämpft, bis es schließlich
unter die Herrschaft Karpetingerund dann der Aragonier gekommen ist. Nachdem
die Stadt Lehen von Giorgio Castriota, genannt Scanderbeg, von Fernandez de
Cardoba und von Consalvo Ferrante gewesen ist, wurde sie von der Familie
Grimaldi aus Genua erworben, die sie von 1552 bis 1798 hielt. Unter den
zahllosen Monumenten, die die Stadt aufzählt, ist sicherlich das bekannteste
die Wallfahrtsstätte San Michele Arcangelo. Ursprünglich ist der innere Teil
der Grotte, in der das Erscheinen des Erzengels stattgefunden haben soll,
nach dem stilistischen Kanon der präromanischen Kirchen konstruiert, sie
wurde dann schrittweise zwischen dem 7. und8. Jahrhundert zur Basilika
umgebaut. DieStruk-tur dieser zweiten Kirche blieb grundsätzlich unverändert
bis zum Ende des 13. Jahrhunderts, als sie mit den Kapetingern radikal
umgeformt wurde. Ein anderes beachtenswertes Monument ist das viereckige
gewaltige Bauwerk, das fälschlicherweise als Tomba di Rotari bekannt ist, zu
dessen ursprünglicher Funktion verschiedene Hypothesen gemacht worden sind.
Die akkreditierteste besagt, daß es sich um eine Taufhalle gehandelt haben
muß. Nicht zu verschweigen sind die naheliegenden Kirchen San Pietro, Santa
Maria und San Francesco, in der die Königin Giovanna beerdigt ist; das
Castello, erbaut von den Normannen und dann restauriert und erweitert von
den Aragoniern. Auch auf das "Museo delle Arti e delle Tradizioni popolari"
(Museum für Kunst und Volkskunde) sollte hingewiesen werden, das eine
umfassende Dokumentation zur Volkskunde des garganischen Vorgebirges
aufbewahrt. Von Monte Sant'Angelo aus kann man über eine Panoramastraße -
mit vielen schönen Aussichten auf den Gotf von Manfredonia und-den Tavoliere
- die alte Abtei Santa Maria di Pulsano (12. Jahrhundert) besuchen, die ein
wichtiges Zentrum der benediktinischen Mönchskulturfür Süditalien gewesen
ist.
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